Bode: Berufliche Erfahrung und Kompetenz stärker anerkennen
Im September-Plenum des Niedersächsischen Landtages hat sich Veronika Bode MdL für eine flexiblere Anerkennung beruflicher Erfahrung und praktischer Bewährung bei der Besetzung von Schulleitungsstellen ausgesprochen. Anlass waren zwei Petitionen, die sich für den Verbleib einer jungen Lehrerin als Schulleiterin an einer Grundschule einsetzen.
Bode machte deutlich, dass die Lehrerin die betreffende Grundschule bereits seit mehreren Jahren kommissarisch leitet und dabei Verantwortung für Lehrkräfte, Schulorganisation und Schülerinnen und Schüler übernimmt. Eine dauerhafte Bewerbung auf die ausgeschriebene Schulleitungsstelle ist ihr jedoch aufgrund der fehlenden Lehrbefähigung für das Grundschullehramt formal nicht möglich.
„Natürlich brauchen wir Qualitätsstandards für unsere Lehrkräfte und insbesondere für den Unterricht an unseren Grundschulen“, betonte Bode. Diese Standards sollten nicht infrage gestellt werden. Gleichzeitig müssten aber berufliche Erfahrung, nachgewiesene Kompetenz und praktische Bewährung angemessen berücksichtigt werden.
Für besondere Fälle wie den vorliegenden setzt sich Bode deshalb für eine Ergänzungsqualifizierung ein. Bewährten Lehrkräften soll damit ermöglicht werden, die noch fehlende Qualifikation zu erwerben, ohne sie faktisch erneut durch ein vollständiges Lehramtsstudium schicken zu müssen.
Um ein flexibleres Vorgehen zu ermöglichen, beantragte die CDU-Fraktion, das Votum zu den beiden Petitionen zu ändern und die Eingaben der Landesregierung als 'Material' zu überweisen. Leider sind die rot-grünen Mehrheitsfraktionen diesem Votum nicht gefolgt, die Petitionen wurden lediglich mit 'Sach- und Rechtslage' beschieden.