Veronika Bode

Lehrerin im Vorruhestand darf weiter unterrichten

Veronika Bode MdL nahm sich des Problems an und korrespondierte beharrlich mit dem Kultusministerium, um Lösungen zu finden

Mit großem persönlichen Engagement hat sich die Helmstedter CDU-Landtagsabgeordnete Veronika Bode MdL in den vergangenen Monaten für die Weiterbeschäftigung der Lehrerin Charlotte Schwarz am Gymnasium am Bötschenberg eingesetzt – mit Erfolg!

Charlotte Schwarz mit Veronika Bode MdL (Foto: Privat).Charlotte Schwarz mit Veronika Bode MdL (Foto: Privat).

Ausgangspunkt war die besondere Situation der Lehrerin für Englisch, Religion und Latein, die sich seit Anfang 2020 im Altersteilzeitmodell befindet. Die aktive Unterrichtsphase sollte regulär zum 31. Januar 2026 für Charlotte Schwarz enden, anschließen sollte sich die passive Phase ohne Unterrichtsverpflichtung bis zur Pensionierung im Februar 2030. Im Jahr 2024 hat Schwarz zuletzt einen Englisch-Leistungskurs übernommen – mit dem ausdrücklichen Wunsch, diesen bis zum Abitur zu führen. Die Abiturprüfungen 2026 fallen jedoch bereits in den Zeitraum ihrer passiven Altersteilzeitphase. Schwarz hätte nicht mehr unterrichten dürfen. Das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) lehnte eine Weiterbeschäftigung zunächst ab. Aber Schwarz gab nicht auf und wandte sich an die christdemokratische Vertreterin für den Landkreis Helmstedt im Niedersächsischen Landtag Veronika Bode.

Diese begann daraufhin eine rege Korrespondenz mit dem niedersächsischen Kultusministerium. In mehreren Briefen machte sie der Kultusministerin Julia Willie Hamburg deutlich, dass Frau Schwarz dringend am Helmstedter Gymnasium gebraucht werde und ein Lehrkraftwechsel kurz vor den Abiturprüfungen für die Schülerinnen und Schüler eine erhebliche Verunsicherung bedeuten würde – insbesondere in einem Leistungskurs.

„Gerade in Zeiten akuten Lehrkräftemangels dürfen wir das Engagement erfahrener Lehrkräfte nicht ausbremsen. Wenn eine Pädagogin bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und ihren Kurs verlässlich bis zum Abschluss zu begleiten, sollte die Politik alles daransetzen, pragmatische Lösungen zu ermöglichen“, so Bode.

Bodes Beharrlichkeit zahlte sich letztendlich aus: Für Frau Schwarz wurde ein gangbarer Weg aufgezeigt, der es ihr nun ermöglicht, ihren Englisch-Leistungskurs bis zum Abitur weiterzuführen. Damit bleibt den Abiturientinnen und Abiturienten ein belastender Lehrerwechsel in der entscheidenden Phase erspart.

„Ich danke der Kultusministerin ausdrücklich für die konstruktive Prüfung des Einzelfalls und das Aufzeigen rechtlich möglicher Wege zur Weiterbeschäftigung von Frau Schwarz in Zusammenarbeit mit dem RLSB in Braunschweig. Das ist ein gutes Signal – für die Schule vor Ort und für unsere Schülerinnen und Schüler – und letztlich für die engagierte Lehrkraft“, resümiert die Abgeordnete zufrieden.

Für das Gymnasium am Bötschenberg bedeutet die Entscheidung Planungssicherheit – und für die Abiturientinnen und Abiturienten Kontinuität in einer entscheidenden Phase ihrer Schullaufbahn.

Ihre Schülerinnen und Schüler hatte Schwarz übrigens bis zuletzt nicht darüber informiert, möglicherweise nicht mehr weiterarbeiten zu dürfen, um sie nicht unnötig zu beunruhigen. Ihnen dürfte mit dieser Nachricht ein Stein vom Herzen fallen.